Nein zum Vergnügen mit Tieren!

TRAVELKID hat als erster Reiseveranstalter im deutschsprachigen Raum, in den letzten Jahren praktische alle Aktivitäten mit dem Thema „Vergnügen mit Tieren“ aus dem Programm genommen. Tierschutz sollte nicht nur von den Tierschützern aktiv gelebt werden – es geht uns alle etwas an und wir können nicht früh genüg damit anfangen, Kinder die Wichtigkeit des Tierschutzes zu lernen! Auf einer von TRAVELKID organisierten Rundreise, egal in welche Destination, wirst du keine Tiere in Gefangenschaft oder welche zur Unterhaltung der Menschen dressiert wurden, besuchen.

Tierschutz ist nicht gleich Tierschutz!

Für manch einen ist Tierschutz schon gegeben, wenn er zum Beispiel Freilandeier kauft oder eine Kleinigkeit an einen Tierschutzverein spendet. Aber das ist uns bei TRAVELKID noch lange nicht genug! Gerade bei Reisenden – und schon überhaupt mit Kindern – hat man oft das Gefühl, dass der Drang etwas Besonderes zu erleben einem geradezu verleitet Tiere zum Vergnügen der Langeweile zu sehen. Ich habe gelernt, dass es immer eine Alternative gibt, wo man Tiere in freier Wildbahn oder natürlicher Umgebung beobachten kann.

Elefantenreiten

In manchen Ländern Asiens gab es vor einigen Jahren Aktivitäten wie Reiten mit Elefanten in Gefangenschaft im TRAVELKID Angebot. Ich, und auch viele Touristen, glaubten, dass beim Elefantenreiten ein guter Beitrag zum Tierschutz geleistet wurde – allerdings habe ich gelernt, dass das Gegenteil der Fall ist. Regelmäßig werden wilde Elefanten für Tourismus-Aktivitäten gefangen, Jungtiere werden brutal dressiert, wobei das Fersenbein gebrochen wird und danach werden die Elefanten unter katastrophalen Bedingungen gehalten und leiden meistens – wenn die Touristen weg sind – ein angekettetes Leben.

Siehst du die Elefanten lieber angekettet….

… oder in freier Wildbahn?

Schwimmen mit Delphinen

Auch bei sogenannten Schutzprojekten für Delphinen in Florida wird der Eindruck erweckt, dass du einen wichtigen Beitrag leistest, wenn du ein Rescue Center für Delphinen besuchst. Touristen erfreuen sich an scheinbar schönen Momenten, indem sie Delphinen streicheln oder sogar mit ihnen schwimmen können. Während Delphine in freier Natur in Familienverbänden mit komplexen Sozialstrukturen leben, werden die Tiere in Gefangenschaft oft in viel zu kleinen Käfigen mit schlechter Wasserqualität alleine gehalten und leiden an Einsamkeit und an haltungsbedingten Verhaltensstörungen.

Delphine zum Vergügen und zur Unterhaltung der Menschen…

… oder in freier Wildbahn beobachten?

Füttern von Krokodillen, Delphinen, Affen, …

In Florida werden junge Aligatoren als Attraktion bei Minigolfbahnen eingesetzt, um Menschen heranzulocken. Wenn diese Aligatoren zu groß werden, werden sie ausgesetzt. Sie haben jedoch nie gelernt selbst zu jagen und sterben qualvoll einen Hungertot. Auch Affen oder Delphine werden gefüttert um sie heranzulocken. Das dieses Füttern Einflüsse auf die Überlebungschanchen in freier Wildbahn hat, muss ich nicht erklären, oder? In Costa Rica ist das Füttern von Krokodillen inzwischen verboten. Aber um die Krokodile trotzdem für Touristen heran zu locken, wird das Fleisch den Tieren jetzt nur vor die Nase gehalten.

Sea World, Animal Kingdom, …

Sea World und Animal Kingdom leben von diesem „Vergnügen mit Tieren“ und stehen inzwischen – durch die armselige Tierhaltung – nicht direkt als tierfreundlichster Anbieter bekannt. In San Diego sind die Shows mit den Schwertwalen schon verboten, in Orlando ist es eine Frage der Zeit. TRAVELKID organisiert für dieses „Vergnügen mit Tieren“ keine Tickets und du solltest auch deine Kinder lernen, sich anders zu beschäftigen. Du wirst es überleben, wenn du in deinem Leben keine Schwertwale „echt“ gesehen hast! Diese Schwertwale überleben die Gefangenschaft meistens nicht.

Dürfen wir auch auf deine Nase stehen?

Tiergarten, Malen mit Seehunden oder Elefanten, Sandboarding und Quadbikes, …

Und die Liste der Vergnügungsaktivitäten, die sicherlich nicht den Tieren zu Liebe entstanden sind, ist lange. Angefangen beim Tiergarten, vor allem in asiatischen Ländern mit erschreckender Tierhaltung, über Affenshows bis hin zum Malkurs mit Seehunden oder Elefanten. Nichts ist es uns Menschen zu blöd um Geld zu verdienen oder um uns vergnügen zu lassen. Und hast du gewusst, dass das Sandboarding und das Quadfahren in den Sanddünen von Namibia die komplexe Struktur der Wüste enorm zerstört?

Meeresschildkröten aussetzen

Süß angekleidete Affen, Schlangen oder große Raubvögel, mit denen du dich fotografieren lassen kannst, werden brutal aus der freien Wildbahn geholt und bei manchen Schildkröten Schutzstationen werden die Schlüpflinge viel zu lange festgehalten. Für die Tiere mit dramatischen Folgen. Sie haben nach der Geburt für einige Tage Nahrung im Bauch, womit sie den offenen Ozean erreichen müssen. Durch das zu lange festhalten, leider erfolglos.

Ein süßes Bild? Nein! Der Vogel würde brutal aus seiner natürlichen Lebensumgebung geraubt!

Obwohl wir selbst gerne Reiten oder auch mal einen Froschgarten besuchen, schauen wir zuerst nach dem Zustand der Tiere und den Bedingungen unter welchem die Tiere leben müssen. Nur Aktivitäten, bei denen die Tiere keine direkte Geldquelle sind, finden einen Weg in unsere Programme. In Namibia ist die Living Desert Tour nicht nur ein tolles Programm, sondern gleichzeitig eine Lernschule, wie komplex die Wüste ist und dass Quadbikes hier im Sand nichts verloren haben. In Sri Lanka besuchst du ein ganz kleines Schutzprogramm für Meeresschildkröten, wo freiwillige Helfer arbeiten. Du siehst hier sicherlich wenig Schildkröten, aber es geht dabei in erster Linie um den Schutz der Tiere. Größere Schutzstationen verdienen enorm viel Geld an asiatischen Busreisen. Wenn ein Bus mit 50 Touristen für 2 Tage später angemeldet ist, lassen manche „Schutz“-Stationen die Schlupflinge gerne 2 Tage warten.

Ein Pfeilgiftfrosch eingesperrt anschauen…

… oder die Pfeilgiftfrösche in freier Wildbahn anschauen?

Mein Tipp: Beobachte Tiere in freier Wildbahn!

Lerne deinen Kindern, dass Tiere nicht auf der Welt sind, um uns Menschen zu vergnügen. Wir raten euch Wildtiere dort zu beobachten, wo sie hingehören: in freier Wildbahn. Wir sind selbst auch absolut nicht heilig. Mit diesem Beitrag bitten wir euch lediglich darüber nachzudenken, ob es bei manchen Aktivitäten wirklich um das Wohlbefinden der Tiere geht oder ob das Geld oder dein eigenes Vergnügen im Vordergrund steht. Wenn wir unseren Kindern früh genug lernen, dass die Natur Natur bleiben soll, haben deren spätere Kinder und Enkel vielleicht auch noch etwas davon.

Auch Seekühe kannst du in Florida während einer Kanufahrt sehen.

und in Sri Lanka oder Namibia Elefanten während einer Safari.

Wie sind deine Erfahrungen mit Tierschutz auf Reisen? Poste es einfach hier, ich freue mich auf eine offene und faire Diskussion.

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